Was für eine Sauerei
“Ich wusste genau: Das, was ich vorhabe, sollte ich besser nicht tun…”
“Wir sind alle von Unrecht befleckt, selbst unsere allerbesten Taten sind unrein wie ein schmutziges Kleid”
- Jesaja 64,5
NICK BENOIT - STRONGER STUFF
Mein Vater war schon immer ein Bastler. Er hat es immer gemocht, Probleme zu lösen und Dinge zu reparieren. Als ich aufwuchs, kann ich mich nicht erinnern, dass mein Vater jemals mit unserem Auto zum Ölwechsel gefahren ist. Das war nur eines der vielen Dinge, die er lieber selbst machte.
Während einiger Ölwechsel füllte er einen Metallbehälter langsam mit dem gebrauchten Öl auf, und das Zeug war schmutzig, im Grunde genommen Schlamm. Sobald der Behälter voll war, brachte er das Altöl mit zum recyceln, aber in der Zwischenzeit befand er sich an der Wand unter dem Vordach unserer Garage. Mein Bruder und ich gingen mehrmals am Tag daran vorbei, und man hatte uns ausdrücklich und wiederholt gesagt, dass wir uns davon fernhalten sollten.
Eines ruhigen Sommernachmittags, als ich sieben oder acht Jahre alt war, wurde ich nach Draußen zum Spielen geschickt, weil es einer dieser schönen Tage war, die nicht verschwendet werden sollten. Ich lief gelangweilt umher, als ich zufällig an der Ölwanne bei der Garage vorbeikam.
Ich hielt an und machte ein paar Schritte zurück. Ich schaute mich um. Niemand war zu sehen.
Das Herz schlug mir bis zum Hals, als ich mein Spiegelbild in dem schwarzen Schlamm sah.
Ich wusste genau: Das, was ich vorhabe, sollte ich besser nicht tun. Und ich tat es trotzdem.
Ich tauchte beide Hände bis zu den Ellenbogen hinein. Und es fühlte sich gut an. Es war der Stoff, von dem Kinder träumen. Dick. Schleimig. Schmutzig.
Erst als ich meine Hände herauszog, wurde mir klar, in was für eine schwierige Lage ich mich gebracht habe.
Das dunkle Öl klebte an mir, selbst als es von meinen Fingerspitzen tropfte.
Ich versuchte es abzuschütteln und machte alles nur schlimmer.
Ich versuchte es abzustreifen, abzuwischen, aber nichts half.
Ich versuchte, es von meinen Unterarmen abzuschöpfen - ohne Erfolg.
Ich wischte mir die Hände an dem T-Shirt ab, das ich trug, aber ich konnte nicht genug davon aufwischen.
Ich geriet in Panik.
Ich schlich mich ins Badezimmer. Ich ließ das Wasser im Waschbecken laufen und schrubbte und schrubbte mit der Handseife, aber ich schaffte es nur, das Öl über mich, das weiße Waschbecken und die Fliesen des Badezimmerbodens zu schmieren.
Und meine Versuche alles sauber zu machen, vergrößerten nur das Chaos.
Ich drehte das Wasser ab und stand einige Augenblicke lang da…
…schließlich rief ich um Hilfe.
Ich holte tief Luft und rief: “Papaa?!"
Der Klang hallte von den Fliesen zurück.
Dann hörte ich seine Schritte aus dem anderen Zimmer, dann im Flur, und als er die Tür öffnete, brach ich in Tränen aus.
Ich drückte meine Augen zu und hob meine Hände, um ihm das alles zu zeigen. Ich war von Kopf bis Fuß bedeckt. Ich hatte versucht, das Chaos aufzuräumen, und ich hatte es nur noch schlimmer gemacht.
Ohne ein Wort zu sagen, nahm er mich bei der Hand und ging mit mir in die Küche. Unter dem Spülbecken zog er eine Flasche heraus, aus der er mir eine nach Orange duftende, sandige Seife in die Hände gab.
Dann stand er da und half mir, den ganzen Dreck, den ich gemacht hatte, wegzuwaschen
und ich sah zu, wie er im Abfluss verschwand.
Die Sünde richtet eine gottlose Sauerei an. Sie richtet ein Chaos in uns an.
Sie richtet ein Chaos mit den Dingen und den Menschen an, wenn wir versuchen, sie zu bereinigen und zu vertuschen.
Und wir können sie einfach nicht loswerden.
Es sei denn, man bekommt ein stärkeres Waschmittel.
Die gute Nachricht ist, wenn wir ihn um Hilfe bitten, hat Jesus Christus ein stärkeres Mittel.
Quelle: https://nickbenoit.com
Wie komme ich mit Gott und Menschen ins Reine?
“Doch das ist vorbei! Jetzt gehört ihr zu Jesus Christus, der am Kreuz sein Blut für euch vergossen hat. Ihr seid Gott jetzt nahe, obwohl ihr vorher so weit von ihm entfernt lebtet. ”
— Epheser 2,13